Apistogramma rubrolineata
HEIN, ZARSKE & ZAPATA, 2002
Apistogramma rubrolineata (m)
Männchen
Apistogramma rubrolineata (w)
Weibchen
Deutsche Bezeichnung: Beni-Apistogramma
weitere Bez. und Synonyme: Apistogramma sp. "Beni"; Apistogramma sp. "Rio Beni"
Erstbeschreibung: G. Hein, A. Zarske, J. Zapata [2002] - Apistogramma rubrolineata sp. nov. Ein neuer Buntbarsch (Teleostei, Perciformes, Cichlidae) aus dem Rio Manuripi, Departamento Pando, in Bolivien; Das Aquarium(402): 15 - 19
Erstimport: Hein/Zarske, 2001
Etymologie: von 'ruber' (lat.) : rot und 'lineatus' (lat.) : gestreift; bezieht sich auf die charakteristische Körperzeichnung
Verbreitung: Rio Manuripi (Zufluss des Rio Tahuamanu) nahe der Ortschaft Puerto Cardenas, Dept. Pando, Bolivien (Typuslokalität)

Lebensraum: Schwarzwasser, Leitwert 15 - 25 µS/cm, pH 5,9 - 6,3.
Der Rio Manuripi führt im Unterlauf Schwarzwasser, im Oberlauf jedoch findet man weißwasserähnliche Bedingungen. Geringe Srömung, Typusfundort: lehmige Steilufer mit ins Wasser wachsenden Büschen.
Ap. rubrolinetata ist die einzige Apistogramma Art im Rio Manuripi und lebt syntop mit zahlreichen
Salmlern und Welsen, z. B. Hemigrammus unilineatus, H. lunatus, Iguanodectes spilurus u. a.
Größe:
6 cm
4 cm
Taxonomie: A. regani Linie, A. regani Gruppe, Xingú-Apistogramma Komplex.
Die Art scheint eng verwandt mit A. piauensis zu sein, die jedoch aus dem Paranaiba Einzug in Brasilien stammt und deutlich von A. rubrolineata abgrenzbar ist. Charakteristisch für A. runbrolineata ist die namensgebende Körperzeichnung aus sieben rotbraunen Längsstreifen, die in ähnlicher Form nur beim Vielfleck- und Tucurui-Apistogramma auftritt.
Ähnliche Arten: Apistogramma piauensis
Aquarienhaltung: Temperatur 26 - 28°C, Leitwert 100-300 µS/cm, pH 5,5 - 6,5, KH < 3 °dH. Intraspezifisch sehr friedliche Art, die paarweise auch in kleineren Aquarien gehalten werden kann. Über Neigung zu Haremsbildung und Verhalten gegenüber anderen Arten liegen noch keine Informationen vor, jedoch ist zu vermuten, dass die Art ploygam veranlagt ist und auch anderen gegenüber verhältnismäßig friedlich bleibt.
Brutpflegekategorie: Versteck-/Höhlenbrüter
Zucht: Die Art ist schon in kleineren Aquarien recht leicht zu züchten, da die Eltern sehr gut harmonieren und untereinander sehr friedlich sind. Bis zu etwa 80 Jungfische (Hein), die verhältnismäßig schnell heranwachsen. In kleinen Artbecken entwickeln die Männchen einen sehr starken Brutpflegetrieb und beteiligen sich an der Betreuung der Jungen. Es kann sogar vorkommen, dass das Männchen dabei den Hauptanteil übernimmt und kräftig schwarze Ventralen ausbildet, mit dem es den Jungen Flossensignale geben kann (Kipper, 2004).
Ingo Koslowski [2002]: Die Buntbarsche Amerikas - Band 2: Apistogramma & Co.; 1. Auflage; Ulmer Verlag; ISBN: 3-8001-3820-4

Erstbeschreibung

Roland Kipper [2005] - Männer in Frauenkleidern; DATZ - 2005(2)
Roland Kipper