Apistogramma gephyra
KULLANDER, 1980
Apistogramma gephyra (m)
Männchen
Apistogramma gephyra (w)
Weibchen
Größe:
6 cm
5 cm
Taxonomie: A. agassizii Linie, A. agassizii Gruppe, A. agassizii Komplex.
Die Art ist eng verwandt mit A. agassizii und ohne Fundortangabe nur schwer davon zu unterscheiden. A. gephyra hat wie A. agassizii eine gerade und weit in die Dorsale verlaufende Seitenlinie. A. gephyra besitzt meist eine weniger lanzettförmige Caudale, eine weniger lang ausgezogene Rückenflosse und wirkt gedrungener im Habitus, es gibt aber auch gestrecktere Formen von A. gephyra, die sich kaum noch von A. agassizii unterscheiden. A. gephyra besitzt stets einen roten Saum in der Dorsale, der jedoch auch bei A. agassizii auftreten kann. Ein charakteristisches, synapomorphes Merkmal ist das Aussehen des Längsbandes, insbesondere im Drohmuster. Bei A. agassizii ist es vom Auge bis kurz hinter den Kiemendeckel kräftig schwarz, dahinter folgen bis kurz vor dem Lateralfleck Schuppenreihen mit hellem Zentrum, die das Seitenband blasser aussehen lassen. Bei A. gephyra tritt dieser aufgehellte Bereich hinter dem Kiemendeckel niemals auf. Die kräftig schwarze Färbung reicht wesentlich weiter zur Körpermitte, erst kurz vor dem Lateralfleck bildet sich ein schmaler, heller Bereich. Dieses ist auch im weiblichen Geschlecht gut erkennbar. Da dieses Merkmal jedoch stimmungsabhängig ist, ist es eher zur Identifikation lebender Tiere geeignet, als anhand von Bildern. Römer gibt als Unterscheidungskriterium neben stets fehlenden Unterbauchstreifen die Färbung der Schwanzflosse an, die bei A. gephyra im Zentrum ein besonders deutlich ausgeprägtes Netz- und Fleckenmuster aufweist, während die Caudale bei A. agassizii stets einen deutlichen schwarzen und weißen Rand aufweist, gelegentlich auch gelbe oder rote Streifen.
Ähnliche Arten: Apistogramma agassizii
Brutpflegekategorie: Versteck-/Höhlenbrüter
Thorsten Busche