Apistogramma sp. "Zwilling"
Apistogramma sp. "Zwilling" (m)
Männchen
Apistogramma sp. "Zwilling" (w)
Weibchen
Deutsche Bezeichnung: Zwillings-Apistogramma
weitere Bez. und Synonyme: Apistogramma sp. "Twin"; Apistogramma sp. "Inka II"; Apistogramma sp. "Peru III"
Erstimport: Aquarium Glaser, 2002
Etymologie: Der Name 'Zwilling' bezieht sich auf die große optische Ähnlichkeit zu A. nijsseni
Verbreitung: Peru, genaue Herkunftsangaben bislang nicht bekannt.
Größe:
7 cm
4 cm
Taxonomie: A. trifasciata Linie, A. nijsseni Gruppe.
Die Art erscheint wie ein typischer Vertreter der A. nijsseni Artengruppe mit der bläulichen Körperfärbung auf braunem Grund, dem gelben Kopfbereich, den dicken Lippen und der ungemusterten, rot gesäumten, runden Caudale.
Sie unterscheidet sich von A. nijsseni und A. baenschi durch einen sehr großen Schwanzwurzelfleck, ähnlich wie bei A. sp. 'Oregon'. Von dieser Art unterscheidet sie sich jedoch durch die verlängerten Dorsalmembranen, die jedoch nicht so lang auszipfeln wie bei A. baenschi.
Die Unterkörperstriche im hinteren Körperbereich, hat diese Art mit A. baenschi und A. sp., 'Oregon' gemeinsam, unterscheidet sie jedoch von A. nijsseni.
Einzigartig bislang in diesem Formenkreis sind die Schwarzzeichnungen unterhalb des Kopfes: ein schwarzer Strich an der Unterlippe, sowie ein Längsstrich auf der Zwischenkiemenmembran.
Das Brutpflegekleid der Weibchen unterscheidet sich von allen anderen genannten Arten:
Auch die Weibchen zeigen den sehr großen Schwanzwurzelfleck. Das Wangenband ist recht breit und auch ein Praeorbitalstreifen ist sichtbar. Der Lateralfleck ist groß und rund, nicht so flächig ausgedehnt wie bei A. nijsseni oder A. panduro und liegt meist oberhalb der Seitenlinie. Sie zeigen keine weiteren schwarzen Zonen im Kiemen- und Brustbereich wie bei A. sp. Oregon. Über eine Variabilität dieses Aussehens der Weibchen liegen bislang jedoch nur unzureichende Informationen vor.
Weitere verwandschaftliche Ähnlichkeiten bestehen zu A. payaminonis hinsichtlich des Kopfzeichnungsmusters, jedoch ist die Art ansonsten leicht davon zu unterscheiden.
Kopfporen: 3 Infraorbitalporen, 5 Dentalporen.
Ähnliche Arten: Apistogramma nijsseni; Apistogramma baenschi; Apistogramma sp. 'Oregon'; Apistogramma panduro
Aquarienhaltung: Römer (2002) gibt an, dass die Art langfristig in zu hartem Wasser problematisch ist und man sie in weichem, leicht sauren Wasser mit geringem Huminstoffgehalt pflegen sollte.
Bevorzugt hielten sie sich nach seinen Angaben auch über freien Sandlächen auf, die sie nach Nahrung durchkauten.
Er stellte ebenfalls eine starke Paarbindung fest und empfiehlt eine paarweise statt polygamer Haltung.
Brutpflegekategorie: Versteck-/Höhlenbrüter
Zucht: Zur Zucht liegen bisher nur wenig Informationen vor. Laut Römer (2003) sind die Zwillings-Apistogramma wesentlich heikler und anspruchsvoller in der Zucht als A. baenschi und A. nijsseni und auch deutlich unproduktiver. Sauberes, leicht saures und weiches Wasser ist demnach anzuraten.
weiterführende Informationen: Artikel: A. sp. Inka und Zwilling (Römer/Pretor)
Dr. U. Römer, P- Pretor [2003] - Apistogramma sp. 'Inka' und 'Zwilling' - Wieder zwei neue Zwergbuntbarsche aus Peru; Das Aquarium(408): 22 - 27

Ingo Koslowski [2002]: Die Buntbarsche Amerikas - Band 2: Apistogramma & Co.; 1. Auflage; Ulmer Verlag; ISBN: 3-8001-3820-4

Dr. Wolfgang Staeck [2003]: Cichliden Lexikon, Teil 3 - Südamerikanische Zwergbuntbarsche; 1. Auflage; Dähne Verlag; ISBN: 3-935175-13-2
René Großklaus